Archiv für die Kategorie 'Sonstiges'

von Elica Savova und Christian Maaß

Das Internet spielt für Unternehmen in nahezu allen Wirtschaftsbereichen eine immer wichtigere Rolle, um sich im Wettbewerb zu positionieren. Insofern erstaunt es kaum, dass die Softwareentwicklung und die damit zusammenhängende Gestaltung der Benutzeroberflächen immer wichtiger werden, um Kunden gezielt ansprechen und an das eigene Unternehmen binden zu können. Empirische Untersuchungen deuten allerdings darauf hin, dass nur die wenigsten Softwareentwicklungsprojekte als Erfolg zu werten sind. Teilweise geht man davon aus, dass drei von vier Softwareentwicklungsprojekten scheitern (vgl. Stoyan 2007, S. 37-38). Dieser Umstand wird vor allem darauf zurückgeführt, dass viele Produktneueinführungen an den Bedürfnissen der Nachfrager vorbei entwickelt werden.

Den hier skizzierten Problemen soll das Usability Engineering entgegentreten, das sich mit der Konzeption und Optimierung von Softwarelösungen beschäftigt. Eine spezielle Usability Methode stellt dabei das so genannte Paper Prototyping dar. Diese Methode gibt bereits in einem frühen Stadium der Softwareentwicklung – bevor größere Investitionen getätigt wurden – Auskunft darüber, inwieweit die anvisierte Softwarelösung bei den potenziellen Kunden auf Akzeptanz stößt. Dadurch lässt sich das Risiko von Softwareentwicklungsprojekten reduzieren. Ungeachtet ihrer Vorzüge findet diese Methode in der Wirtschaftspraxis jedoch nur selten Anwendung; häufig wird sogar ganz auf Usability-Ansätze verzichtet. Die Motive dahinter sind unterschiedlich: Bedenken, dass sich die Markteinführung des Produktes verzögern könne, dass Usability-Tests zu kostspielig seien oder schlicht die Unkenntnis, wie die Ergebnisse solcher Studien zu interpretieren sind (vgl. Krug 2006, S. 136). Im Vergleich zu einem gescheiterten Projekt wiegen die Kosten solcher Tests jedoch gering. In diesem Beitrag wird daher aufgezeigt, wie durch die Methode des Paper Prototyping die Softwareentwicklung optimiert und auf die Kundenbedürfnisse abgestimmt wird, um die Risiken der Softwareentwicklung zu reduzieren.

Der Beitrag erscheint in der Zeitschrift “Das Wirtschaftsstudium” und steht an dieser Stelle zum Download bereit.

Download: Paper Prototyping in der Softwareentwicklung

von Dirk Lewandowski & Christian Maaß

Mit Frage-Antwort-Diensten – wie z. B. Yahoo Clever oder LycosIQ – ist eine Ergänzung oder sogar eine Konkurrenz zu den bisherigen Ansätzen in der Web-Suche entstanden. Während Google und Co. automatisch generierte Trefferlisten bieten, binden Frage-Antwort-Dienste die Anwender als Fragesteller und Antwortgeber in die Suche ein. Insofern handelt es sich bei diesen Diensten um eine Art „menschliche Suchmaschine“, bei der die Suchanfragen von Anwendern und nicht durch einen Suchmaschinenroboter beantwortet werden. Der Fragesteller erhält dabei direkte Antworten und muss nicht die häufig langen und unübersichtlichen Suchergebnislisten durchsuchen, so die Vision.

Die hier skizzierte Vision führt unmittelbar zu der Frage, inwieweit solche Suchdienste in der Praxis tatsächlich mit traditionellen Suchmaschinen konkurrieren oder diese qualitativ ergänzen können. Der vorliegende Band beleuchtet die hier aufgeworfene Fragestellung aus verschiedenen Perspektiven, um auf die Bedeutung von Frage-Antwort-Diensten zu schließen.

Das Buch kann direkt beim Verlag oder über den Buchhandel bezogen werden. Alternativ stehen das Buch und die einzelnen Artikel an dieser Stelle zum kostenlosen Download zur Verfügung; eine kompakte Zusammenfassung ausgewählter Ergebnisse wurde im Rahmen eines Fachbeitrags in der Zeitschrift “Information - Wissenschaft und Praxis” veröffentlicht, der hier ebenfalls zum Download zur Verfügung steht:

EBusinessIn diesem Beitrag werden die Rezensionen zum Lehrbuch E-Business Management chronologisch zusammengetragen und aktualisiert. Die ersten drei Rezensionen sind in der Zeitschrift “Studium - Buchmagazin für Studierende”, im “ekz-Informationsdienst” und in der “Praxis der Wirtschaftsinformatik” erschienen.

Studium - Buchmagazin für Studierende (Nr. 82 / Sommersemester 2008): “Kaum ein Unternehmen kann es sich noch leisten, das Internet nicht in die Geschäftsprozesse zu integrieren. Zu den wenigen Ausnahmen gehören beispielsweise kleine Handwerksbetriebe, die gut ohne eine eigene Homepage oder E-Mail-Adresse auskommen können. Alle anderen benötigen ein professionelles Management der elektronischen Geschäftstätigkeit. Christian Maaß schlägt mit seinem neuen Lehrbuch die Brücke zwischen Theorie und Praxis und stellt die für den Einsatz im Unternehmen relevanten Ergebnisse der Forschung über E-Business Management vor. Im Einzelnen geht es dabei um die informationstechnischen Grundlagen des E-Business Managements, die Positionierung gegenüber den Wettbewerbern im Internet, die Wertschöpfung in elektronischen Netzwerken, die Ansprache und Bindung von Kunden im Internet sowie die Preis- und Erlösmodelle im E-Business. Maaß hat eine hochaktuelle und systematische Einführung in das Fach verfasst, die gerade dem Anfänger hilft, Ordnung und Struktur in das Dickicht des wildwuchernden E-Business zu bringen”.

ekz-Informationsdienst: “E-Business, also das netzbasierte Abwickeln von unternehmerischen Leistungen, betrifft inzwischen längst alle Branchen, Unternehmensgrößen und Regionen. Der Autor konzentriert sich weniger auf die Abwicklung des Tagesgeschäfts (z. B. in Form der Bedienung von SAP-Modulen), sondern stellt den Blick ein auf die Management-Aufgaben: Analysieren, Modellieren, Planen, Umsetzen und Kontrollieren von Geschäftsprozessen, Produkten und Marktstrukturen. Der klar wissenschaftlich orientierte Ansatz macht Studenten und Lehrende an Hochschulen zur Zielgruppe, vor allem aus den Fachbereichen Wirtschaft, Informatik und verwandten Ingenieursstudiengängen. Herausragend ist die Aktualität: Web 2.0 und die zugrunde liegenden Geschäftsmodelle sind ebenso vertreten wie SOA, andere IT-Trends oder neue Wirtschaftstheorien. Das Buch ist für Hochschulstandorte mit entsprechenden Studiengängen empfohlen, alternativ zu T. Kollmann (ID 21/07) und noch vor B. Ebel (BA 6/07). Und aufgrund der Aktualität ebenfalls zugreifen, falls bisher „nur“ Bernd W. Wirtz (ID 35/02) oder H. Corsten (BA 7/03) vorhanden sind.” Rolf Roth-Steiner, ekz-Informationsdienst (ID 23/08)

Fraunhofer Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation, Stuttgart: „Ein kompaktes Werk, das einen gut lesbar geschriebenen Einblick in die unterschiedlichen Facetten des zukunftsträchtigen Themas E-Business bietet. Über die Wiederholungsfragen am Ende eines jeden Kapitels kann der Inhalte rekapituliert werden. Im umfangreichen Literaturverzeichnis finden sich zahlreiche Empfehlungen, um mit weiter gehenden Studien einen je nach Interesse noch vorhandenen Informationsbedarf zu decken.“
Fraunhofer Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation, in: Praxis der Wirtschaftsinformatik HMD 261: Webbasierte Geschäftsmodelle, S. 121-122.

von Christian Maaß und Ewald Scherm

fuhIn der deutschen Bierbranche lässt sich seit geraumer Zeit eine Intensivierung des Wettbewerbs beobachten. Im zunehmenden Maße treten international agierende Großbrauereien in den deutschen Biermarkt ein, der bis zum Jahr 2000 von Internationalisierungstendenzen weitestgehend abgeschottet war. Dies führte bereits so weit, dass während der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 kein deutsches Bier in den Stadien ausgeschenkt werden durfte – die Verkaufsrechte bei der WM lagen bei der amerikanischen Brauerei Anheuser Busch. Weiterhin sahen sich die deutschen Brauer in den letzten zwei Jahren mit weit reichenden Änderungen im politisch/rechtlichen Umfeld konfrontiert. Neben der Einführung der Pfandpflicht für Einweg-Getränkeverpackungen sei an dieser Stelle z. B. die Kürzung der Biersteuermengenstaffel genannt. Angesichts des negativen Branchenwachstums und dem seit Jahren rückläufigen Bierkonsum verwundert es letztendlich nicht, dass sich im zunehmenden Maße Konsolidierungstendenzen beobachten lassen und immer mehr Traditionsbrauereien aus dem Markt austreten oder durch ausländische Konkurrenten übernommen werden.

Vor diesem Hintergrund haben Prof. Dr. Ewald Scherm und ich mich bereits vor einigen Jahren mit der Frage beschäftigt, wie sich die Veränderung des Branchenumfeldes auf den Wettbewerb in der Bierbranche auswirkt. Da die Ergebnisse dieser Analyse nach wie vor von Relevanz sind, möchten wir daher den als Arbeitsbericht am Lehrstuhl für Organisation und Planung der FernUniversität in Hagen entstandenen Beitrag an dieser Stelle online zur Verfügung stellen.

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Download: Der deutsche Biermarkt - Branchenstruktur und strategische Gruppen